Kindersichere Umgebung - Artikel von Karolin Becker

Ich bin auf dieses Interview mit Karolin Becker, Presseverantwortliche der Bundesarbeitsgemeinschaft BAG und Expertin auf dem Gebiet der Kindersicherheit „Mehr Sicherheit für Kinder“ aufmerksam geworden, es gibt einen guten Einblick in das Thema Kindersicherheit. 

Darüberhinaus habe ich hier noch einen Link gepostet, zum Thema Wohnzimmer, hier werden gute Anregungen sowie einige Sicherheitsaspekte mit Kleinkinder dargestellt. 

Wie einige von euch bereits wissen, ich berate auch gerne in eurem Haus (Workshops auch möglich) hinsichtlich dieser Themen.  Diese Beratung hilft euch besser und bewusster mit diesen Themen in eurem Alltag umzugehen. Desweiteren worauf ihr unbedingt achten sollten um entsprechende Gefahrenquellen zu beseitigen und zu vermeiden. Wer mehr Information zu diesem Thema benötigt, soll sich bitte bei mir melden. Jetzt aber zum Artikel von Karolin:

Karoline Becker, studierte Medienpädagogin und Politikwissenschaftlerin, besitzt seit über 20 Jahren Erfahrungen in der Verbands- und  Agenturarbeit. Sie engagiert sich insbesondere in internationalen Jugend- und Sozialprojekten und arbeitet u. a im Pressebereich der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Zum Thema Kindersicherheit im Allgemeinen und im  Haushalt berät Karoline Becker Eltern, Lehrer und Erzieher und stellt ihre jahrelange Expertise zu diesem Thema zur Verfügung.

Was sind die häufigsten Unfälle bei Kindern im Haushalt bzw. worin liegen die größten Gefahrenquellen?

 

Becker: „Jährlich erleiden in Deutschland etwa 1,7 Millionen Kinder einen Unfall. Stürze sind mit über 50 Prozent in allen Altersstufen die häufigste Unfallursache. Aufgrund ihres schweren Kopfes stürzen Kinder unter fünf Jahren häufiger kopfüber und erleiden folgenschwere Verletzungen. Auch das Risiko, aus der Höhe zu stürzen, z.B. aus dem Fenster oder vom Balkon, ist aus diesem Grund bei Säuglingen und Kleinkindern am größten. Je älter die Kinder sind, desto eher verletzen sie sich bei Stürzen an peripheren Körperteilen, also Armen, Beinen, Händen oder Füßen, z.B. von Spielgeräten oder beim Laufen.“

 

Ihr diesjähriges Motto lautet „Planschen, Baden, Schwimmen – Sicher geht das!“ und die BAG möchte damit verstärkt auf die Gefahr von Wasser für kleine Kinder hinweisen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was Eltern im Badezimmer tun können, um ihre Kinder vor Gefahren zu schützen.

 

Becker: „Kinder lieben Wasser. Es lädt zum Spielen, Matschen, Springen, Baden oder Schwimmen ein. Diese eigentlich so schönen Beschäftigungen können für Kinder schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr werden, wenn sie im Wasser in Not geraten. Kleine Kinder können bereits in wenige Zentimeter flachem Wasser ertrinken. Sie verlieren die Orientierung, sobald das Gesicht im Wasser ist, und sind hilflos. Ertrinkungs- und Beinahe-Ertrinkungsunfälle beim Baden und Planschen verhindern:

·     Kinder in der Badewanne nie unbeaufsichtigt lassen – nicht zwischendurch weggehen z.B. um die Haustür zu öffnen.

·     Badesitze sind kein zuverlässiger Schutz vor dem Ertrinken.

·     Planschbecken nach der Benutzung vollständig entleeren.

·     Verlassen Sie sich nicht auf Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen. Sie gewähren keine ausreichende Sicherheit.

 

Quelle, Bilder: Otto.de

 

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